Posted by Grueni on Mrz 8, 2011

Razer Naga Molten im Test

Nach einer längeren Pause in Sachen Produkttests geht es heute mit dem Test der Razer Naga Molten weiter. Dieser ist zugleich Startschuss zu einer Serie von verschiedenen Tests. So schreibe ich diesen Test der Razer Naga Molten gerade auf dem Logitech G19 Keyboard, welches sich damit just in diesem Moment ebenfalls im Test befindet. Außerdem erhielt ich gestern ein Paket von Steelseries mit der neuen MMO Gaming Maus sowie drei Steelseries QcK Mauspads, von denen zwei demnächst auch noch verlost werden.

Vorwort zum Razer Naga Molten Test

Wie auch in den vorherigen Test habe ich die Razer Naga Molten als normaler Anwender und aus der Sicht eines Gamers getestet. Als Spiele kamen dabei World of Warcraft und StarCraft 2 zum Einsatz. Ich habe keinerlei Grund die Maus besonders positiv oder negativ zu bewerten, die im folgenden Test geschilderten Pro’s und Con’s beruhen einzig und allein auf meinen eigenen Erfahrungen innerhalb der letzten Wochen.

Hersteller: Razer
Produktname: Razer Naga Molten Special Edition
Aktueller Amazon Preis: 78,65 €

Razer Naga Molten Test

  1. Eigenschaften
  2. Lieferumfang
  3. Bilder
  4. Software und Makros
  5. Form, Größe, Gewicht und Verarbeitung
  6. Razer Naga Molten Pro’s
  7. Razer Naga Molten Con’s
  8. Fazit

Eigenschaften

  • Glühender Lavastrudel und rot leuchtende Hintergrundbeleuchtung
  • 17 frei programmierbare MMO-optimierte Tasten (inkl. 12er Daumentastenfeld)
  • 5.600 DPI Razer Precision 3.5G Lasersensor
  • 1.000 Hz Ultrapolling™ / 1 ms Reaktionszeit
  • Geräuschfreie Ultraslick™ Mausfüße
  • Optionale, MMO-spezifische Software-Addons
  • Unbegrenzte Charakterprofile mit Addons
  • Ungefähre Größe (LxBxH): 116 x 69 x 41,6 mm

Lieferumfang

Im Lieferumfang sind diverse Handbücher, 2 Razer-Sticker und zwei Sätze Gumminoppen enthalten. Eine Treiber-CD ist nicht dabei, da diese auf der offiziellen Razer-Homepage verfügbar sind.

Bilder

Razer Naga Molten

Razer Naga Molten

Gerade bei abgedunkelten Lichtverhältnissen macht die Razer Naga Molten eine gute Figur.

Razer Naga Molten 2

Razer Naga Molten 2

Die 12 Funktionstasten im Profil.

Razer Naga Molten 3

Razer Naga Molten 3

Die Maustasten 3 und 4 werden mit dem Zeigefinger bedient.

Software und Makros

Das Optionsfenster der Razer Naga Molten

Das Optionsfenster der Razer Naga Molten

Die Software zum Konfigurieren der Razer Naga kommt wie die Handbücher mit einem wirklich ansehnlichen Design daher. Zusätzlich ist sie gut strukturiert und einfach aufgebaut, wodurch sie auch ohne ausgereifte Englischkenntnisse problemlos zu benutzen sein sollte.

Im ersten Schritt kann man die 17 verschiedenen Buttons der Razer Naga Molten nach Belieben mit Funktionen bestücken. Hierfür hat man sowohl die fünf Standard-Buttons einer Maus sowie die zwölf Numpad-Keys in jeweils einem Reiter zur Auswahl.

Hinweis: Solltet ihr euch wundern warum eure Änderungen keine Auswirkungen haben, habt ihr vermutlich ebenso wie ich nach dem Auspacken den kleinen Schalter an der Unterseite der Maus umgelegt. Mit diesem Schalter könnt Ihr zwischen 123 und Numpad wechseln. Habt Ihr also in der Maus auf 123 und in der Software auf Numpad gestellt, funktioniert das Ganze nicht.

Performance-Einstellunge lassen keine Wünsche offen.

Performance-Einstellunge lassen keine Wünsche offen.

Der zweite Reiter ermöglicht es die Empfindlichkeit des Sensors sowie die Beschleunigung der Maus anzupassen und in Profilen zu speichern, welche wiederum im dritten Reiter verwaltet werden. Somit lassen sich z.B. für einen schnellen Shooter wie Call of Duty und ein Rollenspiel wie World of Warcraft verschiedene Profile für die jeweils vorhandenen Bedingungen einrichten.

Der Sensor kann von 100 bis 5.600 dpi eingestellt werden, während die Mausbeschleunigung in Stufen von 1 bis 10 angepasst werden kann. Zusätzlich kann man bei der Abfragerate zwischen 125 Hz, 500 Hz und 1000 Hz wählen.

Natürlich sind bei der Razer Naga Molten neben Profilen vor allem Makros sehr interessant. Immerhin hat man mehr als genug Tasten die es zu belegen gilt. Mit dieser Software ist es wirklich einfach sich eigene Makros zu erstellen. Dabei ist es ganz egal ob es um Makros für ein Spiel oder für die tägliche Arbeit am Rechner geht.

Makros erstellen ist mit der Software der Razer Naga ein Kinderspiel.

Makros erstellen ist mit der Software der Razer Naga ein Kinderspiel.

Einige Standard-Befehle wie copy & paste lassen sich aus einer Liste auswählen. Durch eine individuelle Eingabe sind den Makros letztlich keine Grenzen gesetzt. Für StarCraft 2 habe ich mir beispielsweise als erstes ein Marko erstellt, mit dem ich meinem Gegner zum Spielstart per Knopfdruck ein gutes Spiel und viel Spaß wünsche. Dies ist in der StarCraft 2 bzw. RTS-Szene eine Standard-Prozedur zu Beginn jedes Spiels.

Aber auch für andere Spiele, allen voran World of Warcraft, lassen sich die reichlich vorhandenen Tasten und Möglichkeiten in Punkto Makros sinnvoll nutzen. Die meisten WoW-Spieler werden bereits eigene Makros verwenden und wissen, dass die eigentlich unzähligen Tasten auf der Tastatur durchaus ausgereizt werden können. Hier schafft die Razer Naga Molten Abhilfe und stellt wirklich mehr als genug und zudem gut erreichbare Tasten zur Verfügung.

Form, Größe, Gewicht und Verarbeitung

Ich habe bevor ich die Maus wirklich in Händen hielt mit vier Problemen gerechnet:

  1. Form: Die Maus sieht auf Bildern immer sehr kurz aber hoch aus.
  2. Die 12 Seitentasten: Ich konnte mir nicht so recht vorstellen den Daumen dauerhaft auf diesen Tasten liegen zu haben.
  3. Die 12 Seitentasten #2: Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, dass man die 12 Tasten wirklich gut während des Spielens erreicht und sich nicht verklickt.
  4. Die Maustasten 3 und 4 mit dem Zeigefinger statt mit dem Daumen zu verwenden wird stören sein.

Nachdem ich meine Logitech MX 510 entfernt und die Razer Naga Molten angeschlossen hatte, war der Unterschied doch deutlich zu spüren. Nach einiger Zeit hatte ich mich aber an die neue Form gewöhnt und inzwischen steht für mich fest, dass ich die Logitech nicht wieder benutzen werde.

Die Punkte 1 und 2 sind für mich keinerlei Problem, die Razer Naga hat wirklich eine angenehme Form und die 12 Tasten an der Seite stören keineswegs. Dadurch dass die Maus relativ hoch ist hat man wirklich etwas in der Hand und stets das Gefühl, dass man sie perfekt über das Pad bewegen kann. Zusätzlich finde ich die Form der beiden Haupt-Maustasten 1 und 2 sehr angenehm, da diese im vorderen Bereich ein wenig nach unten abfallen und die Fingerspitzen von Mittel- und Zeigefinger so perfekt und angenehm Platz finden.

Auch bezüglich Punkt 3 kann ich euch beruhigen, zwar muss man sich erst an die große Summe von 12 Daumentasten gewöhnen, hat man dies aber erst einmal lassen sie sich blind und problemlos bedienen. Genauso sieht es mit den Maustasten 3 und 4 aus, welche bei den meisten anderen Mäusen mit dem Daumen bedient werden. Es ist schon eine recht große Umstellung diese mit dem Zeigefinger zu bedienen, aber letztlich auch nur eine Frage der Gewohnheit. Wer sich damit wirklich nicht anfreunden kann hat zudem mehr als genug Daumentasten zur Verfügung und kann sich diese mit entsprechenden Funktionen belegen :)

Vom Gewicht her würde ich die Razer Naga als durchschnittlich bezeichnen, sie ist nicht zu leicht und nicht zu schwer. Meine Logitech war mit einigen Gewichten ausgestattet ein gutes Stück schwerer, da ich es persönlich mag wenn die Maus etwas mehr wiegt, aber das Gewicht der Naga ist ebenfalls angenehm und vollkommen in Ordnung.

Auch zur Verarbeitung kann ich wenig negatives sagen. Einzig das Mauskabel halte ich für nicht ganz optimal, da es relativ steif ist. Da ich drei Bildschirme auf dem Schreibtisch stehen habe ist einer davon vor dem Mauspad positioniert. Das Kabel führt also nicht gerade ans Ende des Schreibtisches sondern ist um den Fuß des rechten Schirms herum gelegt. Dadurch macht das Mauskabel schon kurz nach der Maus einen Bogen um eben diesen herum, was letztlich auch nicht wirklich schlimm ist aber beim Ziehen/Schieben doch ein klein wenig stört.

Als besonders positiv kann ich dagegen das Mausrad erwähnen. Dieses kann nicht nur durch die eigene Beleuchtung glänzen, sondern kommt auch mit einer sehr angenehme Oberfläche daher. Außerdem lässt es sich dank angenehmer Widerstände sehr präzise verwenden.

Die Pro’s zur Razer Naga Molten

  • Nette Beleuchtung die sich auf Wunsch aber auch komplett deaktivieren lässt
  • Viele Tasten und gute Software mit zahlreichen Makro-Möglichkeiten
  • Gute Qualität
  • Angenehme Form

Die Con’s zur Razer Naga Molten

  • Das Mauskabel wirkt etwas steif und ist der einzige qualitative Schwachpunkt der Maus

Fazit

Nach einiger Bedenken im Vorfeld wurde ich positiv von der Razer Naga Molten überrascht und verwende sie nun seit mehreren Wochen wirklich gerne. Sie wird meine alte Logitech definitiv ersetzen, auch wenn ich die große Anzahl an Tasten nicht annähernd ausnutze. Die Form ist letztlich der große Pluspunkt für mich, da die Maus wirklich sehr angenehm in der Hand liegt und ohne wirkliche große Mängel auch keinen Kompromiss voraussetzt.

Bleibt als letztes Thema des Razer Naga Molten Tests noch der Preis, welcher bei knapp 80 € liegt. Ich halte diesen für weder billig noch teuer. 80 € sind für eine aktuelle Gaming-Maus Durchschnitt und daher durchaus in Ordnung.


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