Posted by Grueni on Apr 20, 2011

Travian: Feindliche Adelungen kontern

Im letzten Teil dieser Artikelserie, rund um den defensiven Part bei Adelungen, geht es heute darum Adelungen zu kontern. Kontern ist natürlich nur bedingt defensiv, aber wie wir ja alle wissen: Angriff ist die beste Verteidigung. Vor allem für offensive Accounts sind die Methoden des Konterns mitunter deutlich effektiver, als die üblichen Defensiv-Aktionen.

Sofern Ihr sie verpasst habt, solltet ihr auch in die Artikel 7 Tipps zum vorbeugen von Adelungen und 6 Tipps zum abwehren von Adelungen rein schauen.

Feindliche Adelungen kontern

  1. Ein verlorenes Dorf zurück erobern
  2. Dem Angreifer ein Dorf absichtlich überlassen

1. Ein kürzlich geadeltes Dorf ist besonders verwundbar

Sobald ein Dorf den Besitzer wechselt, werden Stadtmauer, Erdwall bzw. Palisade zerstört und auch der Palast bzw. die Residenz ist nicht vorhanden. Außerdem ist die Zustimmung noch sehr niedrig und die meisten Truppen des Angreifers werden sich verm. auf dem Rückweg in eines seiner Dörfer befinden. Dies ist also eine gute Möglichkeit, sich offensiv gegen eine Adelung zu wehren. Man dreht das Spielchen einfach um und adelt das Dorf direkt zurück.

Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass der Gegner zumindest einen Stammesführer, Senator bzw. Häuptling verliert und diesen somit für spätere Angriffe ersetzen muss.

Aber es gibt auch Nachteile bei diesem Vorgehen: Adelt ein größerer Spieler das Dorf eines kleineren, verliert dieses Dorf 10% seiner Einwohner. Also auch 10% aller Gebäudestufen. Ein Stufe 10 Handelskontor wird also nach der Adelung nur noch Stufe 9 sein und ein Stufe 20 Marktplatz nur noch Stufe 18.

Da das Dorf 2x geadelt wird, erst von eurem Gegner und anschließend wieder von euch, kommt es also zwangsläufig zu der Situation, dass der kleinerer Spieler von dem größeren geadelt wird. Ihr könnt euer Dorf mit diesem Vorgehen also womöglich behalten, müsst aber die Einwohner-Einbuße in Höhe von rund 10% in Kauf nehmen.

2. Dem Angreifer ein Dorf absichtlich überlassen

Häuptlinge, Senatoren und Stammesführer sind häufig auf mehrere Dörfer verteilt.

Häuptlinge, Senatoren und Stammesführer sind häufig auf mehrere Dörfer verteilt.

Die Taktiker unter euch werden bei der ersten Methode bereits Hintergedanken gehabt haben, denn man kann das Ganze noch auf die Spitze treiben und dem Gegner damit enorm hohe Verluste bescheren.

Gehen wir davon aus, ihr wisst, dass euch ein Gegner adeln möchte. Des Weiteren rechnet ihr nicht damit, den Angriff abwehren zu können. Der Gegner wird mindesten 5-6 Stammesführer, Senatoren oder Häuptlinge benötigen, um ein Dorf in einem Rutsch zu adeln. Wir gehen also von mindestens drei direkt aufeinander folgenden Angriffswellen aus.

Unser Ziel ist es nun, dass der Gegner das Dorf der Begierde möglichst schon mit seiner ersten Angriffswelle erobert. Tut er dies nämlich, bleibt die Armee als Unterstützung in dem geadelten Dorf. Der Angreifer verliert zudem ein Stammi, Senator bzw. Häuptling aus dem Hauptdorf (was man normalerweise nicht möchte). Und das Dorf wird als Expansion des Hauptdorfes gezählt (was man erst Recht nicht möchte, da man dann keine 3 Stammis mehr verwenden kann).

Doch damit nicht genug. Dadurch, dass das Dorf nun bereits ihm gehört und seine offensiv Truppen nun als Unterstützung in dem Dorf stehen, greift er mit allen weiteren Wellen sein eigenes Dorf an, welches von seiner eigenen Armee verteidigt wird. Er tötet also seine eigenen Einheiten mit wiederum eigenen Einheiten und kann praktisch nichts dagegen tun.

Und damit das ganze noch zum Totalausfall für den Gegner wird, könnt ihr im Anschluss an die letzte Welle des Angreifers auch noch eure eigenen offensiv Truppen timen. Diese greifen ebenfalls euer altes Dorf und somit die offensiv Truppen des Gegners an, welche im Verteidigen natürlich relativ schwach sind. Bei dieser Gelegenheit könnt ihr das Dorf dann natürlich auch direkt zurück adeln, schließlich verfügt es über kaum Zustimmung.

Das funktioniert natürlich alles nur, wenn ihr genügend Zeit habt, euer eigenes Dorf vorzuadeln. Ihr müsst also Residenz bzw. Palast abreißen bzw. kattern und die Zustimmung schon soweit wie möglich senken.

Im Optimalfall verliert ihr also einen Stammi und euer Dorf 10% seiner Einwohner durch das gegenseitige Adeln, was bei der Summe an Nachteile für den Gegner aber schon fast irrelevant ist: Der Gegner verliert einen Stammi im HD.

  • Der Gegner verliert einen Teil seiner Off, da er sie mit eigenen Truppen angreift.
  • Der Gegner verliert die kompletten Adelswellen (inkl. Stammis), die nach seiner Off eintreffen, da diese in 99% der Fälle so klein sind, dass selbst seine eigene Off diese deffen kann.
  • Der Gegner verliert den Rest seiner Off, sofern ihr oder ein Verbüdeter in der Lage seid die eigene Off hinter die Adelswellen zu timen.
  • Der Gegner verliert das gerade geadelte Dorf, sofern ihr es zurückadelt.

Das kann man also als Totalschaden bezeichnen, zumal sich eure eigenen Verluste im Vergleich dazu sehr in Grenzen halten.


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